Immobilienfotos im Winter: So werden Ihre Objekte trotzdem attraktiv
Januar, 16 Uhr, die Sonne ist schon wieder weg. Der Himmel grau, die Bäume kahl, der Rasen braun. Sie stehen vor dem Objekt und fragen sich: Lohnt sich das Foto überhaupt?
Die Antwort: Ja. Aber Sie müssen ein paar Dinge anders machen als im Sommer.
Das Problem mit Winterfotos
Winter in Deutschland bedeutet: wenig Licht, viel Grau. Im Dezember und Januar haben wir im Schnitt nur 1,5 Sonnenstunden pro Tag. Zum Vergleich: Im Juni sind es über 7 Stunden.
Dazu kommen kahle Bäume, brauner Rasen und frühe Dunkelheit. Das Objekt kann top sein. Das Foto sieht trotzdem trist aus.
Und das kostet Sie Klicks. Käufer entscheiden in Sekunden, ob sie ein Inserat anklicken oder weiterscrollen. Bei hochwertigen Fotos bleiben Interessenten im Schnitt 20 Sekunden am Bild. Bei schlechten Fotos nur 2 Sekunden (Redfin). Und 60% ihrer Aufmerksamkeit geht in die Bilder, nicht in den Text.
Ein trauriges Winterfoto kann also der Grund sein, warum ein Interessent gar nicht erst klickt.
Beim Fotografieren: Was Sie beachten sollten
Das richtige Timing
Im Winter ist das Zeitfenster für gutes Licht klein. Zwischen 11 und 14 Uhr steht die Sonne am höchsten. Davor und danach wird es schnell zu dunkel oder das Licht zu flach.
Planen Sie Ihre Fototermine entsprechend. Lieber ein Termin um 12 Uhr mittags als um 9 Uhr morgens, auch wenn es organisatorisch schwieriger ist.
Wetter-Fenster nutzen
Auch im Winter gibt es sonnige Tage. Schauen Sie die Wettervorhersage für die kommende Woche an. Wenn Mittwoch Sonne angekündigt ist, legen Sie den Fototermin auf Mittwoch.
Das erfordert etwas Flexibilität. Aber der Unterschied zwischen einem Foto bei Sonne und einem bei Nieselregen ist enorm.
Was Sie im Winter fotografieren sollten
Nicht jedes Motiv funktioniert im Winter gleich gut.
Gut geeignet: - Gebäudefronten (Himmel kann später getauscht werden) - Innenräume (unabhängig vom Wetter) - Details wie Eingangsbereiche, Balkone, Garagen
Schwieriger im Winter: - Gärten und Außenanlagen (kahle Beete, brauner Rasen) - Pools und Terrassen (wirken verlassen) - Große Grundstücke (fehlende Vegetation)
Die Lösung ist nicht warten. Die Lösung ist: das beste Foto machen, das unter den Umständen möglich ist, und dann nachbearbeiten. Der Himmel lässt sich tauschen. Störende Details lassen sich entfernen. Ein kahler Baum bleibt ein kahler Baum, aber mit blauem Himmel dahinter wirkt er schon ganz anders.
Innenaufnahmen als Alternative
Im Winter gewinnen Innenaufnahmen an Bedeutung. Käufer wollen sehen, wie gemütlich das Objekt von innen ist.
Achten Sie auf warmes Licht. Schalten Sie alle Lampen ein. Öffnen Sie Vorhänge und Jalousien, damit Tageslicht reinkommt. Der Kontrast zwischen grauem Winterwetter draußen und warmem Licht drinnen kann sogar ein Vorteil sein.
Nachbearbeitung: Winterfotos aufwerten
Sie haben bei grauem Himmel fotografiert. Was jetzt?
Himmel austauschen
Der größte Unterschied bei Winterfotos ist der Himmel. Grau, flach, langweilig. Ein blauer Himmel mit ein paar Wolken macht aus einem tristen Foto ein einladendes Bild.
Das geht heute mit KI-Tools in Sekunden. Sie laden das Foto hoch, wählen den gewünschten Look, und bekommen ein fertiges Bild. Ohne Photoshop-Kenntnisse, ohne stundenlanges Freistellen.
Mehr dazu: Schlechtes Wetter bei Immobilienfotos: Was tun bei grauem Himmel?
Vorher
Nachher
Helligkeit und Kontrast anpassen
Winterfotos sind oft zu dunkel. Die Kamera versucht, den hellen Himmel auszugleichen, und das Gebäude wird unterbelichtet.
Das lässt sich korrigieren: Helligkeit rauf, Schatten aufhellen, Kontrast leicht erhöhen. In den meisten Bildbearbeitungs-Apps dauert das eine Minute.
Saisonale Anpassung: Kann man Winterfotos wie Sommer aussehen lassen?
Technisch ja. KI kann aus einem kahlen Baum einen grünen machen. Aus braunem Rasen wird satter Grün. Die Frage ist: Sollten Sie das tun?
Wo liegt die Grenze?
Himmel austauschen ist unproblematisch. Das Wetter ist temporär. Bei der Besichtigung sieht der Käufer einen anderen Himmel, egal ob besser oder schlechter.
Beim Grün wird es schwieriger. Wenn Sie im Januar ein Foto veröffentlichen, das aussieht wie Juli, stimmt die Erwartung des Käufers nicht mit der Realität überein. Das kann bei der Besichtigung für Enttäuschung sorgen.
Die Faustregel: Korrigieren Sie, was temporär ist und bei der Besichtigung anders sein wird. Seien Sie vorsichtig bei Dingen, die der Käufer beim Termin genauso vorfinden wird.
Wann lohnt sich das Warten?
Kurze Antwort: selten bis nie. Objekte, die lange auf dem Markt sind, werden skeptisch beäugt. Käufer fragen sich, was damit nicht stimmt. Besser ein gutes Winterfoto jetzt als ein perfektes Sommerfoto in vier Monaten.
Die bessere Strategie: Fotografieren Sie jetzt das Beste, was geht. Tauschen Sie den Himmel. Korrigieren Sie die Helligkeit. Und wenn das Objekt im Frühjahr noch nicht verkauft ist, können Sie immer noch neue Gartenfotos ergänzen.
Praktische Checkliste für Winter-Fototermine
- Termin zwischen 11 und 14 Uhr legen (maximales Tageslicht)
- Wettervorhersage prüfen und flexibel bleiben
- Alle Lichter einschalten für Innenaufnahmen
- Heizung vorher aufdrehen (beschlagene Linse vermeiden)
- Außenaufnahmen zuerst (solange das Licht hält)
- Mehr Fotos als nötig machen (Auswahl bei der Nachbearbeitung)
- Schnee kann gut aussehen (frischer Schnee wirkt gepflegt, Matsch nicht)
Fazit
Winter muss nicht schlechte Fotos bedeuten. Mit dem richtigen Timing, einem Auge für die Lichtverhältnisse und etwas Nachbearbeitung bekommen Sie auch im Januar Fotos, die Käufer ansprechen.
Der Himmel lässt sich tauschen. Die Helligkeit lässt sich korrigieren. Was bleibt, ist Ihre Aufgabe: zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und den Auslöser drücken.
Professionelle Fotos erhöhen den Verkaufspreis und verkürzen die Vermarktungszeit. Das gilt im Sommer wie im Winter.
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