Exposé Fotos optimieren: Mehr Klicks für Ihre Inserate
Käufer verbringen 60% ihrer Zeit mit den Fotos eines Inserats. Nur 20% gehen für den Beschreibungstext drauf. Ihre Bilder tragen also den Großteil der Überzeugungsarbeit.
Das Problem: Nur 31% aller Immobilieninserate haben Fotos in akzeptabler Qualität. Das hat PrimePhoto in einer Analyse von Berliner Luxusimmobilien 2025 festgestellt. 40% der Fotos wurden als mangelhaft eingestuft, 29% waren komplett unbrauchbar.
In diesen Sekunden entscheidet sich, ob jemand klickt oder weiterschrollt. Bei guten Fotos schauen Interessenten im Schnitt 20 Sekunden auf ein Inserat. Bei schlechten sind es nur 2 Sekunden. Zehnmal länger.
Wie viele Fotos gehören ins Exposé?
Bei ImmobilienScout24 können Sie maximal 15 Medien hochladen. Das können Fotos, PDFs oder ein Video sein. Platz ist also begrenzt.
Die Faustregel: Mindestens ein Foto pro Raum. Außenansicht, Wohnzimmer, Küche, Bad, Schlafzimmer, Garten. Bei einer 3-Zimmer-Wohnung sind das schnell 8 bis 10 Bilder.
Aber Vorsicht: Mehr ist nicht automatisch besser. PrimePhoto fand Inserate mit über 80 Fotos. Das Ergebnis? Ermüdung statt Interesse. Käufer scrollen nicht durch 80 Bilder. Sie klicken weg.
Qualität schlägt Quantität. Lieber 10 gute Fotos als 15 mittelmäßige.
Die richtige Reihenfolge: Welches Foto kommt zuerst?
Das erste Bild ist Ihr Türöffner. Es erscheint in den Suchergebnissen, in der Vorschau, überall. Wenn dieses Foto nicht überzeugt, schaut niemand die anderen an.
Was funktioniert als Titelbild:
- Die beste Außenansicht bei gutem Licht
- Ein einladendes Wohnzimmer
- Eine repräsentative Frontansicht
Was nicht funktioniert:
- Das Badezimmer (ja, das kommt vor)
- Ein leerer Flur
- Der Blick in die Garage
Twilight-Aufnahmen (Fotos in der Dämmerung) als Titelbild erhöhen die Aufrufe um 76%. Nur 8% der Makler nutzen diese Technik. Wenn Sie es können, ist das ein echter Vorteil.
Nach dem Titelbild bewährt sich diese Reihenfolge:
- Außenansicht
- Wohnbereich
- Küche
- Badezimmer
- Schlafzimmer
- Weitere Räume
- Details und Besonderheiten
- Garten oder Balkon
So führen Sie den Käufer durch das Objekt wie bei einer Besichtigung.
Welche Fotos Käufer sehen wollen
Diese Bilder müssen rein:
- Außenansicht (Front und ggf. Garten)
- Jeder Hauptraum einzeln
- Küche vollständig
- Alle Badezimmer
- Balkon oder Terrasse
Diese werden oft vergessen:
- Abstellräume und Kellerabteil
- Garage oder Stellplatz
- Ausblick aus den Fenstern
- Die Straße oder Nachbarschaft
- Grundriss
20% der Käufer ignorieren Inserate ohne Grundriss komplett. Das ist verlorenes Potenzial.
Diese können Sie weglassen:
- Mehrere fast identische Aufnahmen desselben Raums
- Leere Ecken ohne Aussage
- Unscharfe oder zu dunkle Bilder
- Fotos, die nichts Neues zeigen
Typische Fehler bei Exposé-Fotos
Das falsche Titelbild: Ein leerer Raum, das Treppenhaus oder schlimmstenfalls die Toilette. Der erste Eindruck ist hin, bevor er angefangen hat.
Qualität mischen: Ein Inserat mit professionellen Aufnahmen, dazwischen drei Handyfotos. Das fällt auf und wirkt uneinheitlich.
Schnee im August: Wenn Ihr Inserat im Sommer online geht, aber die Fotos Schnee zeigen, fragen sich Käufer: Steht das Objekt schon seit Februar leer? Was stimmt da nicht?
Zu viele Fotos: 80 Bilder sind keine gründliche Dokumentation. Sie sind ein Zeichen dafür, dass der Makler nicht weiß, was wichtig ist.
Hochformat statt Querformat: Bilder im Hochformat werden auf Portalen automatisch beschnitten oder angepasst. Das 4:3-Querformat nutzt die Vorschaufläche optimal.
Vertikale Linien kippen: Wenn Wände schief wirken, weil die Kamera nach oben geneigt war. Das sieht unprofessionell aus und ist leicht vermeidbar.
Fotos optimieren ohne Profi-Equipment
Nicht jedes Objekt rechtfertigt einen Fotografen für 200 bis 400 Euro. Aber auch mit dem Smartphone lassen sich ordentliche Fotos machen. Tipps zu Formaten und Bildgrößen finden Sie in unseren FAQs.
Schnelle Verbesserungen:
- Horizont gerade ausrichten
- Bild zuschneiden, um störende Ränder zu entfernen
- Helligkeit und Kontrast leicht anpassen
- Aus Augenhöhe fotografieren (etwa 1 Meter)
Wann KI-Tools helfen:
- Grauer Himmel lässt sich in Sekunden durch blauen Himmel ersetzen
- Störende Objekte wie Mülltonnen oder parkende Autos entfernen
- Lichtstimmung verbessern ohne komplexe Photoshop-Kenntnisse
Der Vorteil: Sie sparen sich den zweiten Fototermin bei besserem Wetter. Oder die 20 Minuten Photoshop-Arbeit pro Bild.
Fazit
Gute Exposé-Fotos sind kein Nice-to-have. Sie entscheiden darüber, ob Ihr Inserat Klicks bekommt oder in der Masse untergeht.
Die wichtigsten Punkte:
- Qualität vor Quantität (10 gute Fotos schlagen 15 mittelmäßige)
- Das Titelbild ist entscheidend (Außenansicht oder bester Raum)
- Logische Reihenfolge wie bei einer Besichtigung
- Querformat, gerade Linien, gutes Licht
- Saisonale Aktualität (keine Schneefotos im Sommer)
Professionelle Fotos verkaufen Objekte 32% schneller und erzielen messbar höhere Preise. Jedes Inserat verdient Bilder, die zum Klicken einladen.
Quellen:
- PrimePhoto: Analyse Bildqualität Immobilienfotos 2025
- ImmobilienScout24: Tipps Objektbilder
- PhotoUp: Real Estate Photography Statistics 2025
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