Immobilienfotos nachbearbeiten ohne Photoshop
Gute Fotos verkaufen Immobilien schneller und zu besseren Preisen. Aber zwischen dem Foto vom Termin und einem überzeugenden Inseratsbild liegt oft noch Arbeit.
Früher bedeutete das Photoshop: Ebenen, Masken, Freistellen. Wer sich da nicht reinfuchsen wollte, hat die Fotos entweder so gelassen wie sie waren oder einen Grafiker dafür bezahlt.
Heute ist Photoshop für Immobilienfotos nicht mehr nötig. Egal ob Sie die Helligkeit anpassen, Farben korrigieren, den Himmel austauschen oder störende Objekte entfernen wollen, es gibt mittlerweile bessere Wege, die schneller gehen und keine Vorkenntnisse erfordern.
Was lohnt sich überhaupt nachzubearbeiten?
Nicht jede Bearbeitung bringt gleich viel. Manche Korrekturen machen einen riesigen Unterschied, während andere kein Käufer bemerkt.
Großer Effekt:
- Grauer Himmel → blauer Himmel
- Schiefe Linien → gerade Linien
- Zu dunkel → gut belichtet
- Störende Objekte wie Mülltonnen oder Autos entfernen
Kleiner Effekt:
- Minimale Farbkorrekturen
- Leichtes Nachschärfen
- Kleine Kratzer oder Flecken
Konzentrieren Sie sich auf die großen Hebel. Ein blauer Himmel macht deutlich mehr aus als eine perfekt abgestimmte Farbtemperatur.
Basis-Korrekturen: Was jeder selbst machen kann
Für die Grundlagen brauchen Sie keine speziellen Tools. Das geht mit dem Smartphone oder jedem kostenlosen Bildbearbeitungsprogramm.
Horizont begradigen: Schiefe Bilder fallen sofort auf, aber die meisten Foto-Apps haben eine Funktion dafür, und in zehn Sekunden ist das Problem gelöst.
Zuschneiden: Wenn oben zu viel Himmel ist oder links ein störender Rand ins Bild ragt, schneiden Sie das Foto so zu, dass das Gebäude im Fokus steht.
Helligkeit anpassen: Bei zu dunklen Fotos ziehen Sie einfach den Helligkeitsregler hoch. Wenn Sie bei Gegenlicht fotografiert haben, hilft es, die Schatten separat aufzuhellen, damit das Gebäude nicht absäuft.
Kontrast leicht erhöhen: Ein bisschen mehr Kontrast lässt Fotos knackiger wirken. Übertreiben Sie es aber nicht, sonst sieht das Ergebnis künstlich aus.
Diese Basics können Sie in der Foto-App Ihres Smartphones erledigen. Alternativ eignen sich kostenlose Programme wie Photopea (läuft direkt im Browser), GIMP oder die Bearbeitungsfunktionen von Google Fotos.
KI-Tools: Vom Schnappschuss zum Profi-Foto
Hier wird es interessant, denn KI-Bildbearbeitung kann mehr als nur einzelne Probleme lösen. Sie kann ein durchschnittliches Foto in ein professionell wirkendes Bild verwandeln.
Das funktioniert, weil moderne KI versteht, was im Bild zu sehen ist. Sie erkennt das Gebäude, den Himmel, den Rasen und die Einfahrt. Und sie weiß, wie ein professionelles Immobilienfoto aussehen sollte: Die Belichtung wird optimiert, die Farben werden satter, das Bild bekommt mehr Tiefe. Das Ergebnis wirkt hochwertiger, ohne dass Sie genau angeben müssen, was sich ändern soll.
Vorher
Nachher
Der große Unterschied zu klassischer Bearbeitung: Sie müssen nicht wissen, welche Regler Sie wie weit schieben müssen. Die KI optimiert das Bild als Ganzes und liefert ein Ergebnis, das Sie direkt verwenden können.
Himmel austauschen
Grauer Himmel ist der Klassiker unter den Problemfotos. Deutschland hat im Schnitt 1.500 Sonnenstunden pro Jahr, und an vielen Fototerminen ist der Himmel leider einfach nicht blau.
In Photoshop ist das Austauschen des Himmels eine aufwändige Angelegenheit: Sie müssen den Himmel freistellen, eine neue Ebene anlegen, eine Maske erstellen und die Übergänge sauber anpassen. Das dauert 15 bis 20 Minuten pro Bild, vorausgesetzt Sie wissen, was Sie tun. Und wenn Sie es nicht wissen, sieht man das am Ergebnis.
Mit KI-Tools laden Sie das Foto hoch und sind fertig. Die Software erkennt automatisch, wo der Himmel aufhört und das Gebäude anfängt, auch bei Bäumen, Dachgauben oder komplizierten Dachkonturen. Mehr dazu finden Sie in unserem Artikel Was tun bei grauem Himmel?
Störende Objekte entfernen
Mülltonnen vor der Einfahrt, ein parkendes Auto, das die Fassade verdeckt, oder Stromkabel, die durchs Bild laufen: Solche Details fallen Käufern auf, auch wenn das Haus dahinter eigentlich top ist.
Die klassische Methode in Photoshop heißt Kopierstempel oder Inhaltsbasiertes Füllen. Beides erfordert Übung und Zeit, und bei komplexen Hintergründen wird es schnell fummelig.
KI-Tools erledigen das in Sekunden. Sie markieren das störende Objekt oder beschreiben es kurz, und die Software entfernt es und ergänzt den Hintergrund passend. Eine ausführliche Anleitung finden Sie hier: Störende Objekte auf Immobilienfotos entfernen
Was Sie nicht bearbeiten sollten
Die Grenze bei der Bildbearbeitung ist eigentlich ganz einfach zu ziehen: Was findet der Käufer bei der Besichtigung vor?
Bearbeiten ist unproblematisch:
- Wetter, denn das ist sowieso temporär
- Mülltonnen und parkende Autos, die bei der Besichtigung woanders stehen
- Belichtung und Farben als technische Korrektur
Hier sollten Sie nicht eingreifen:
- Risse in der Fassade
- Feuchtigkeitsflecken
- Beschädigte Dächer oder Fenster
- Alles, was einen echten Mangel darstellt
Wenn etwas bei der Besichtigung noch genauso zu sehen sein wird, sollte es auch im Foto sein. Alles andere wäre Täuschung und kann rechtlich problematisch werden. Mehr dazu finden Sie in unseren FAQ: Ist die Bearbeitung von Immobilienfotos rechtlich erlaubt?
Welches Tool für welchen Zweck?
| Aufgabe | Beste Lösung |
|---|---|
| Horizont begradigen | Smartphone-App |
| Zuschneiden | Smartphone-App |
| Helligkeit und Kontrast | Smartphone-App oder KI |
| Himmel austauschen | KI-Tool |
| Objekte entfernen | KI-Tool |
| Gesamteindruck verbessern | KI-Tool |
| Komplexe Retuschen | KI-Tool |
Für einfache Basis-Korrekturen reicht Ihr Smartphone völlig aus. Für alles darüber hinaus sind KI-Tools die deutlich schnellere und einfachere Lösung.
Fazit: Photoshop ist für Immobilienfotos nicht mehr nötig
Die Zeiten, in denen Sie für gute Immobilienfotos Photoshop-Kenntnisse brauchten, sind vorbei.
Einfache Korrekturen wie Zuschneiden oder Helligkeit anpassen erledigen Sie direkt in der Foto-App Ihres Smartphones. Für alles Weitere gibt es KI-Tools: Himmel tauschen, störende Objekte entfernen, den Gesamteindruck aufwerten. Das geht in Sekunden, ohne Einarbeitung und ohne teure Software-Abos.
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