KI-Bildbearbeitung für Immobilien: Was heute möglich ist
Vor zwei Jahren war Bildbearbeitung noch Photoshop. Freistellen, Retuschieren, Ebenen. Wer keine Erfahrung hatte, kam nicht weit.
Heute sieht das anders aus. KI kann Inhalte in Fotos verstehen. Sie erkennt, was ein Himmel ist, was eine Mülltonne, was ein Rasen. Und sie kann diese Dinge austauschen, entfernen oder verbessern.
Für Makler heißt das: Professionelle Bildbearbeitung geht jetzt auch ohne Profi-Kenntnisse. Aber was geht wirklich, und wo sind die Grenzen?
Was KI-Bildbearbeitung von klassischer Bearbeitung unterscheidet
Klassische Bildbearbeitung arbeitet mit Pixeln. Sie können Helligkeit ändern, Kontrast anpassen, Farben korrigieren, zuschneiden, begradigen. Aber wenn Sie etwas entfernen wollen, müssen Sie es manuell übermalen oder durch andere Pixel ersetzen. Das dauert.
KI-Bildbearbeitung funktioniert anders. Die Software versteht, was im Bild zu sehen ist. Sie erkennt: Das ist ein Haus, das ist ein Himmel, das ist ein Auto davor. Und sie kann Elemente austauschen oder entfernen, ohne dass Sie selbst freistellen müssen.
Was früher 20 Minuten in Photoshop gedauert hat, geht jetzt in Sekunden.
Was KI bei Immobilienfotos kann
Himmel austauschen
Der Klassiker. Deutschland hat im Schnitt 1.500 Sonnenstunden pro Jahr. An vielen Fototerminen ist der Himmel einfach grau.
KI tauscht den grauen Himmel gegen blauen. Sie erkennt automatisch, wo das Gebäude aufhört und der Himmel anfängt, auch bei Bäumen oder komplizierten Dachformen. Das Licht im restlichen Bild wird angepasst, damit alles zusammenpasst.
Am Ende sieht es aus, als hätten Sie bei Sonnenschein fotografiert. Mehr dazu: Was tun bei grauem Himmel?
Vorher
Nachher
Störende Objekte entfernen
Mülltonnen, parkende Autos, Baugerüste, Stromkabel. Solche Details fallen Käufern sofort ins Auge. Und sie bleiben hängen, auch wenn das Haus dahinter eigentlich top ist.
KI entfernt diese Objekte und füllt die Stelle passend auf. Hinter der Mülltonne geht wahrscheinlich Rasen weiter? Die KI erkennt das und ergänzt entsprechend. So funktioniert das in der Praxis.
Rasen und Vegetation verbessern
Brauner Rasen im Sommer, kahle Beete im Winter. Das lässt sich korrigieren. KI macht Grün satter, gleicht braune Stellen aus, sorgt für einen gepflegteren Gesamteindruck.
Aber Vorsicht: Ein komplett grüner Garten im Januar wirkt seltsam. Die Verbesserung sollte realistisch bleiben.
Helligkeit und Belichtung korrigieren
Normale Helligkeitskorrektur betrifft das ganze Bild gleichmäßig. KI arbeitet gezielter. Sie erkennt, welche Bereiche im Schatten liegen, und hellt nur diese auf. Das Ergebnis sieht natürlicher aus.
Besonders praktisch bei Gegenlicht oder wenn das Gebäude im Schatten liegt, während der Himmel überbelichtet ist.
Schärfe und Perspektive verbessern
Ein leicht unscharfes Foto? KI kann nachschärfen und Details zurückholen. Schiefe Linien durch einen ungünstigen Aufnahmewinkel? Perspektivkorrektur richtet das Gebäude gerade.
Virtuelle Möblierung
Leere Räume wirken oft kleiner als sie sind. KI kann Möbel reinsetzen: Sofas, Tische, Betten, Dekoration. Das hilft Käufern, sich das Potenzial vorzustellen.
Wichtig: Virtual Staging sollte als solches erkennbar sein. Der Käufer muss wissen, dass die Möbel nicht dabei sind.
Grenzen der KI-Bildbearbeitung
Was technisch nicht geht
KI kann nur mit dem arbeiten, was im Bild ist. Sie kann verbessern, korrigieren, entfernen, ersetzen. Aber sie kann nichts erfinden, was nie fotografiert wurde.
Konkret: Sie können nicht die andere Seite des Hauses zeigen, wenn Sie nur die Vorderseite fotografiert haben. Sie können keinen Balkon hinzufügen, der nicht existiert. Sie können kein Zimmer größer machen, als es ist.
KI arbeitet mit Ihrem Foto. Sie macht daraus das Beste, was möglich ist. Aber sie ersetzt nicht den Fototermin selbst.
Was Sie nicht tun sollten
Die wichtigste Frage bei jeder Bearbeitung: Was findet der Käufer bei der Besichtigung vor?
Temporäre Dinge können Sie korrigieren. Das Wetter ist temporär. Schnee ist temporär. Die Mülltonne am Straßenrand auch. Bei der Besichtigung sieht das sowieso anders aus.
Permanente Mängel sollten Sie nicht verstecken. Ein Riss in der Fassade, ein Feuchtigkeitsfleck, ein beschädigtes Dach. Das muss der Käufer wissen. Das zu entfernen wäre Täuschung.
Einfache Regel: Wenn es bei der Besichtigung noch da ist, sollte es auch im Bild sein. Mehr dazu: Ist die Bearbeitung von Immobilienfotos rechtlich erlaubt?
Für wen lohnt sich das?
Kurze Rechnung: Ein zweiter Fototermin bei besserem Wetter kostet Sie zwei bis drei Stunden. Anfahrt, Termin koordinieren, hoffen dass das Wetter hält.
Photoshop-Bearbeitung kostet auch Zeit. 15 bis 20 Minuten pro Bild, wenn Sie fit darin sind. Bei 20 Bildern pro Objekt summiert sich das.
KI-Bearbeitung? Sekunden pro Bild.
Aber der eigentliche Punkt ist ein anderer: Gute Fotos verkaufen Objekte schneller und zu besseren Preisen. Der Unterschied ist messbar. Jedes Objekt verdient ordentliche Fotos, auch wenn beim Fototermin das Wetter nicht mitgespielt hat.
Fazit
KI ersetzt keine gute Fotografie. Sie müssen trotzdem zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und auf den Auslöser drücken. Die Perspektive muss stimmen, die Komposition, das Setup.
Aber KI nimmt Ihnen die Nacharbeit ab. Grauer Himmel, Mülltonnen im Bild, schlechte Belichtung. Das sind keine Ausreden mehr für mittelmäßige Inseratsfotos.
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