· Marc Hendricks

Immobilienmarkt 2026: Prognose für Makler

Immobilienmarkt 2026: Prognose für Makler

Der deutsche Immobilienmarkt stabilisiert sich 2026 nach drei schwachen Jahren. Die Preise wachsen wieder leicht (rund 3 Prozent laut Destatis), die Bauzinsen liegen bei 3,65 Prozent (Dr. Klein), und Bestandswohnungen verkaufen sich in 54,9 Tagen (QUIS) statt wie 2023 in 67,7. Für Makler heißt das: mehr Tempo, mehr Wettbewerb um Sichtbarkeit, neue Pflichten ab August 2026.

Wie entwickelt sich der Immobilienmarkt 2026 in Deutschland?

Der Markt befindet sich 2026 in einer moderaten Erholungsphase. Nach drei Jahren rückläufiger Preise verzeichnen alle Indizes wieder Wachstum, allerdings auf niedrigem Niveau und mit deutlichen regionalen Unterschieden. Die wichtigsten Eckwerte im Überblick:

Kennzahl Wert 2026 Vergleich Quelle
Preisentwicklung Wohnimmobilien +3,0 Prozent erstes Plus seit 2022 Destatis Q4 2025
vdp-Index Wohnen +4,2 Prozent YoY Q4 2025 vdp Pfandbriefbanken
Bauzins (10 Jahre) 3,65 Prozent Mai 2026 Dr. Klein
Mietpreiswachstum Großstädte +3,5 bis 5,0 Prozent Spitze: Leipzig +12,7 Prozent IW Köln Q4 2025
Vermarktungsdauer Bestand 54,9 Tage 2023: 67,7 Tage QUIS
Wohnungsfertigstellungen 215.000 (Prognose) Bedarf: 372.000 Handelsblatt
Maklerquote 65 bis 67 Prozent stabil Sprengnetter Q1 2026

Kurz gesagt: Der Markt erholt sich, aber ohne Schwung. Käufer kommen zurück, weil die Zinsen sich auf einem Niveau eingependelt haben, mit dem sich rechnen lässt. Verkäufer akzeptieren langsam die neue Preisrealität. Wer seine Objekte jetzt professionell präsentiert, profitiert von einem Markt, der wieder funktioniert.

Immobilienpreise 2026: Stabilisierung mit regionalen Gewinnern

Die Preise für Wohnimmobilien wachsen 2026 deutschlandweit um etwa 3 Prozent, allerdings mit großer Spannweite zwischen den Regionen. Das Statistische Bundesamt meldete für Q4 2025 ein Plus von 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, der Bundesverband der Volksbanken (BVR) prognostiziert ähnlich +3,1 Prozent für die kommenden zwei Jahre. Damit endet die Korrekturphase, die 2022 begonnen hatte.

Das Besondere: Erstmals seit drei Jahren wachsen die Preise auch real, also nach Abzug der Inflation. Der Postbank Wohnatlas 2026 verzeichnet ein reales Plus von 0,6 Prozent bei Eigentumswohnungen. Klingt mager, ist aber die Trendwende.

Was die aggregierten Zahlen verschleiern: Der Markt zerfällt in Gewinner und Verlierer. Energetisch sanierte Objekte in mittelgroßen Städten ziehen Käufer und Preise. Unsanierte Bestandsobjekte in strukturschwachen Regionen verlieren weiter. Die Schere zwischen Klasse A und Klasse F im Energieausweis liegt laut ERA Immobilien bei rund 650 Euro pro Quadratmeter.

Bauzinsen 2026: Was kostet die Finanzierung?

Die Bauzinsen liegen Mitte 2026 bei rund 3,65 Prozent für eine zehnjährige Sollzinsbindung. Dr. Klein nennt für Mai 2026 einen Zinssatz von 3,65 Prozent und erwartet im ersten Halbjahr eine Spanne von 3,1 bis 3,7 Prozent. Interhyp meldet Konsensprognosen knapp unter 4 Prozent, wobei zwei Drittel der befragten Experten in den nächsten sechs bis zwölf Monaten leicht steigende Zinsen erwarten.

Die Europäische Zentralbank senkt ihren Leitzins voraussichtlich weiter. LBBW Research prognostiziert einen Rückgang von 4,0 auf 2,5 Prozent bis Ende 2026. Die Bauzinsen folgen jedoch nicht eins zu eins, sondern reagieren stärker auf langfristige Anleiherenditen und geopolitische Risiken. Die Iran-Krise hat die zehnjährige Bundesanleihe Anfang 2026 nach oben gedrückt.

Was bedeutet das für Käufer? Die Finanzierung bleibt teuer, aber kalkulierbar. Eine Standardrate von 3,65 Prozent bei 80 Prozent Beleihung bedeutet bei einem Objekt für 400.000 Euro etwa 1.450 Euro Zins pro Monat (ohne Tilgung). Das ist deutlich mehr als die 1 Prozent Phase 2021, aber weniger volatil als 2023. Käufer haben sich an dieses Niveau gewöhnt.

Wohnungsbau bleibt das größte Problem

Die strukturelle Wohnungsknappheit hält sich 2026 hartnäckig und stabilisiert die Preise nach unten. 2025 wurden in Deutschland 235.000 Wohnungen fertiggestellt, für 2026 prognostiziert das Handelsblatt unter Bezug auf IW Köln 215.000 Fertigstellungen. Der Bedarf liegt bei rund 372.000 Wohnungen pro Jahr. Die Lücke wird also weiter größer, nicht kleiner.

Drei Gründe halten den Wohnungsbau zurück:

  1. Baukosten: Material und Löhne sind seit 2021 um 34 Prozent gestiegen. Die Baukosten für neue Wohngebäude legten im Februar 2026 um weitere 3,3 Prozent zu.
  2. Finanzierungskosten: Bauträger rechnen mit höheren Zinsen, die Margen werden enger, viele Projekte rechnen sich nicht.
  3. Genehmigungen: Bürokratie und Energiestandards verlängern die Zeit von Antrag bis Bauende auf oft mehr als drei Jahre.

Für Bestandsobjekte ist diese Knappheit ein Preisschutz. Wer eine sanierte Eigentumswohnung in mittlerer Lage hat, konkurriert nicht mit einem Neubau gleicher Klasse, weil dieser Neubau gar nicht entsteht.

Vermarktungsdauer 2026: Schneller verkaufen als noch 2023

Bestandswohnungen verkaufen sich 2026 in 54,9 Tagen, deutlich schneller als die 67,7 Tage von 2023. Diese Daten stammen aus dem QUIS-Marktbericht für die Top-Städte. Die Vermarktungsdauer sinkt, weil Käufer wieder aktiver sind und gut präsentierte Objekte deutlich schneller angefragt werden.

Die regionalen Unterschiede sind allerdings groß:

Stadt Vermarktungsdauer Bestand Vermarktungsdauer Neubau
Hamburg 64 Tage 163 Tage
Düsseldorf 70 Tage 80 Tage
Berlin 71 Tage 107 Tage
Frankfurt 68 Tage 80 Tage

Quelle: QUIS Vermarktungsdauer-Studie 2025/2026

Auffällig: Neubauten brauchen im Schnitt deutlich länger als Bestandsobjekte. Käufer kalkulieren bei Neubau die hohen Quadratmeterpreise gegen die Energieeffizienz und scheuen die Verpflichtung. Bestandsobjekte mit gutem Energieausweis sind 2026 das beliebteste Segment.

Für Makler bedeutet das einen entscheidenden Workflow-Unterschied gegenüber 2023. Die ersten 14 Tage entscheiden über den Erfolg eines Inserats. Wer in dieser Zeit nicht genug Anfragen generiert, landet in der Preissenkungsfalle. Die IVD-Daten zeigen, dass durchschnittliche Makler 30 Prozent ihrer Anfragen verlieren, nicht weil das Objekt schlecht ist, sondern weil die Reaktionszeit zu lang oder die Präsentation zu schwach ist.

Mietmarkt 2026: Knappheit treibt Mieten weiter

Die Mieten in deutschen Großstädten steigen 2026 um 3,5 bis 5 Prozent, in einzelnen Städten deutlich mehr. Leipzig führte 2025 mit +12,7 Prozent, Stuttgart legte um 11,7 Prozent zu, Köln um 11,1 Prozent. Hauptursache ist die strukturelle Wohnungsknappheit kombiniert mit Zuzug in die Ballungsräume.

Der Bundestag hat die Mietpreisbremse bis Ende 2029 verlängert. Sie gilt in den meisten Großstädten und begrenzt die Miete bei Neuvermietungen auf maximal 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete. Das hält die offiziellen Anstiege im Rahmen, ändert aber nichts an der Knappheit.

Für Makler relevant: Mietobjekte werden 2026 in 26,3 Tagen vermarktet, nach 17,4 Tagen 2021. Die Verlängerung kommt nicht von schwacher Nachfrage, sondern von stärkerer Käuferprüfung (Bonität, Energieausweis, Vermieterprüfung). Die Anfragequote pro Inserat bleibt hoch, aber der Auswahlprozess dauert länger.

Welche Stadt lohnt sich 2026? Regionale Differenzierung

Die regionale Schere öffnet sich 2026 weiter. Düsseldorf und Hamburg zeigen die stärkste Erholung unter den Top-7, Köln verliert als einzige A-Stadt weiter. Die B-Städte holen auf, wenn sie wirtschaftlich stark sind (Leipzig, Nürnberg) oder günstig zur Speckgürtel-Lage einer A-Stadt liegen.

Region Quadratmeterpreis Bestand Prognose 2026 Tendenz
München 7.855 bis 8.128 Euro -0,1 Prozent Stagnation
Berlin 4.174 bis 4.954 Euro -0,6 Prozent leichter Rückgang
Hamburg 4.799 bis 5.266 Euro +1,3 Prozent Erholung
Frankfurt 5.095 Euro flat seitwärts
Köln 5.456 Euro -0,8 Prozent Rückgang
Stuttgart 3.846 bis 4.091 Euro -0,3 Prozent Stagnation
Düsseldorf 4.404 bis 5.789 Euro +2,3 Prozent Wachstum
Leipzig 2.800 Euro +1,9 Prozent starkes Wachstum
Dresden 2.760 bis 3.047 Euro +2 bis +4 Prozent Wachstum
Speckgürtel A-Städte 20 bis 33 Prozent unter Stadt +18 bis +25 Prozent Trend
Ländlicher Osten 900 bis 1.500 Euro -5 bis -20 Prozent Rückgang

Quellen: ImmoScout24 WohnBarometer Q1 2026, Immowelt Preiskompass 5/2026, Postbank Wohnatlas, McMakler Speckgürtel-Analyse.

Drei Punkte, die die Tabelle nicht zeigt:

Speckgürtel schlagen die Innenstadt. Familien suchen wieder Häuser im Umland, weil die Hauspreise dort 20 bis 33 Prozent unter denen der A-Städte liegen, das Homeoffice die Pendelzeit relativiert und der Garten ein Wertfaktor geworden ist. McMakler dokumentiert für 2025/2026 Speckgürtel-Wachstum von 18 bis 25 Prozent.

Die Ost-West-Schere bleibt absolut, schließt sich aber relativ. Ostdeutschland legt 8,9 Prozent zu (vs. 7,8 Prozent West), aber Dresden bei 2.760 Euro pro Quadratmeter ist immer noch ein Drittel von München. Wer in Leipzig oder Dresden vermarktet, verkauft Wachstumsgeschichten, nicht Spitzenpreise.

Köln bremst. Als einzige A-Stadt mit fallenden Preisen 2026 zwingt Köln Makler zu Diversifikation in den Speckgürtel oder zu Mietobjekten als Ausgleich.

Was ändert sich gesetzlich 2026 für Makler?

2026 ist regulatorisch eines der intensivsten Jahre für die Branche. Vier Daten sind entscheidend:

29. Mai 2026: Energieausweis A-G. Die neue Energieklassen-Skala (A bis G) löst das alte System (A+ bis H) ab. Klasse A bezeichnet künftig nur noch Nullemissionsgebäude. Die deutsche Umsetzung verzögert sich vermutlich auf Juli oder August 2026 (Gebäudemodernisierungsgesetz). Bestehende Energieausweise behalten ihre Gültigkeit bis Ablauf. Detail in unserem Artikel zu Energieausweis 2026.

1. Juli 2026: GEG-Reform. Die 65-Prozent-Regel für erneuerbare Heizungen fällt für Kommunen unter 100.000 Einwohnern. Größere Städte behalten die Pflicht. Eine "Biotreppe" mit steigenden Quoten ab 2029 ersetzt die starre Vorgabe. Für Makler heißt das: regionale Unterschiede beim Beratungsbedarf, neue Argumente für unsanierte Heizungen.

2. August 2026: EU AI Act Artikel 50. KI-bearbeitete Bilder müssen ab diesem Datum kennzeichenbar sein, spätestens über C2PA-Metadaten. Was das konkret bedeutet, haben wir im Beitrag zum EU AI Act für Makler ab August 2026 zusammengefasst. Die finale Code-of-Practice-Version wird im Juni erwartet. Für Makler praktisch: Wer KI für Himmelaustausch oder virtuelles Staging einsetzt, sollte ein Tool wählen, das die Metadaten automatisch einbettet. Wir haben die Details im Artikel zur KI-Kennzeichnungspflicht und in der 8-Schritte-Checkliste zur KI-Kennzeichnung dokumentiert.

Ende 2029: Mietpreisbremse. Der Bundestag hat die Verlängerung beschlossen. In ausgewiesenen Gebieten bleibt die Begrenzung auf 10 Prozent über Vergleichsmiete bei Neuvermietungen.

Hinzu kommen zwei Themen, die Makler im Blick behalten sollten: das Urteil des LG Augsburg vom Januar 2026 gegen KI-Akquise-Systeme ohne Einwilligung (UWG §7), und die Senkung der KfW-Förderzinsen für Klimafreundlichen Neubau zum 2. März 2026 auf 1,0 Prozent (EH 55) und 0,6 Prozent (EH 40).

Käuferverhalten 2026: Was Käufer jetzt anders machen

Käufer sind 2026 anspruchsvoller, schneller und skeptischer als in den Hype-Jahren.

Mobile-first ist Realität. Über 70 Prozent der Immobiliensuchen starten auf dem Smartphone, ImmoScout24 zählt rund 19 Millionen monatliche Nutzer. Wer Inserate für den Desktop optimiert, verliert die erste Filterstufe. Fotos müssen auch im Daumenscroll funktionieren, also auf 4 Zoll Display Wirkung entfalten.

Käufer verbringen 60 Prozent ihrer Zeit mit den Fotos. Das wurde mehrfach belegt, zuletzt in PhotoUp 2025. Inseratstexte werden überflogen, Preise verglichen, aber die Entscheidung „weiter scrollen oder anfragen" fällt am Bild. Bei einem Standardinserat sind das die ersten drei bis fünf Sekunden.

Energieeffizienz ist der härteste Filter. Banken prüfen Energieklassen strenger, weil schlechte Klassen das Ausfallrisiko erhöhen. Käufer rechnen CO2-Aufschläge in den langfristigen Betrieb ein: Ölheizung kostet 412 Euro pro Jahr extra, Gas 280 Euro. Über zehn Jahre summiert sich das auf einen relevanten Anteil des Kaufpreises.

KI-Müdigkeit erreicht den Mainstream. Käufer erkennen überpolierte Bilder zunehmend, das Phänomen „Housefishing" wird in Foren und Verbrauchermedien diskutiert. Kalifornien hat im Januar 2026 die Pflicht eingeführt, KI-Bilder samt Original-Foto im Inserat anzuzeigen. Deutschland zieht über den EU AI Act nach. Für Makler heißt das: dezent statt spektakulär. Subtile Optimierung schlägt 2026 die KI-Schlachtplatte.

Was bedeutet das für Makler? Praxis-Implikationen

Sichtbarkeit schlägt Beziehung. Eigentümer und Käufer suchen erst online und wählen dann den Makler. Wer in der lokalen Suche nicht auftaucht, verliert die ersten 80 Prozent der Leads, bevor das Telefon klingelt. Die Maklerquote bleibt zwar bei 65 bis 67 Prozent stabil (Sprengnetter Q1 2026), aber innerhalb dieser Quote verschiebt sich die Verteilung zu digital sichtbaren Anbietern. Local SEO, Google Business Profile und eine eigene Website mit Bewertungs-Tool gehören inzwischen zum Pflichtprogramm. Wer dort nicht sichtbar ist, verliert Leads, bevor überhaupt ein Telefongespräch zustande kommt.

Die ersten 14 Tage entscheiden. Bei einer durchschnittlichen Vermarktungsdauer von 54,9 Tagen liegen 80 Prozent der Erstanfragen in der ersten Woche. Wer in dieser Zeit ein schwaches Inserat zeigt, landet in der Preissenkungsspirale: Nach vier Wochen ohne Resonanz wird gesenkt, was 3 bis 5 Prozent vom Verkaufspreis kostet. Die Investition in saubere Fotos vor dem Listing ist günstiger als jede Preisreduktion danach.

Die Präsentation ist die neue Lead-Capture-Infrastruktur. Wenn 60 Prozent der Aufmerksamkeit auf Fotos liegt und 70 Prozent der Suchen mobil starten, dann sind professionelle Bilder kein Zusatz mehr, sondern die Voraussetzung dafür, dass der Lead überhaupt entsteht. Studien belegen den Effekt seit Jahren: 118 Prozent mehr Aufrufe bei hochwertigen Fotos und 32 Prozent schnellerer Verkauf gegenüber durchschnittlicher Bildqualität. Die Datenlage zu Fotoqualität und Verkaufspreis ist seit Jahren eindeutig.

In der Praxis heißt das konkret:

  1. Wetter und Belichtung korrigieren. Deutschland hat rund 1.500 Sonnenstunden pro Jahr, der zweite Termin kostet 100 bis 200 Euro plus halben Tag. KI-Optimierung erledigt Himmelaustausch und Belichtungsfehler in einer Minute, mit C2PA-Metadaten für die AI-Act-Kennzeichnung.
  2. Leere Räume virtuell möblieren. Käufer scheitern an unmöblierten Räumen, weil sie die Größe nicht einschätzen. Virtuelles Staging beschleunigt den Verkauf laut NAR-Studie um 73 Prozent, wenn die Bilder als virtuell gekennzeichnet werden.
  3. Exposétexte aus Fotos generieren. Wer 10 Objekte im Monat vermarktet, spart über fünf Stunden manuelle Schreibarbeit, wenn Objekt- und Lagebeschreibung aus den Fotos automatisch gezogen werden. Die Zeit fließt in Akquise statt Formulierung.

Tools wie Immopix bündeln diese Funktionen für deutsche Makler, mit DSGVO-konformer Verarbeitung in Nürnberg, Intensitätssteuerung (subtil oder normal) und integrierter AI-Act-Kennzeichnung. Drei Bilder lassen sich kostenlos optimieren, bevor man sich festlegt.

Lohnt sich Immobilienkauf 2026? Die ehrliche Einordnung

Für Selbstnutzer ist 2026 nach drei Jahren Wartens ein vertretbarer Einstiegszeitpunkt. Die Preise haben sich stabilisiert, die Zinsen haben sich auf 3,65 Prozent eingependelt, das Angebot ist breiter als 2022. Wer mindestens zehn Jahre wohnen bleibt, eine solide Eigenkapitalquote (mindestens 20 Prozent plus Nebenkosten) mitbringt und ein energetisch ordentliches Objekt findet, kann 2026 bedenkenlos einsteigen.

Für Kapitalanleger ist die Rechnung anspruchsvoller. Bruttomietrenditen liegen in den A-Städten oft bei 3 Prozent, knapp am Zinsniveau. Das funktioniert nur, wenn die Wertsteigerung mitspielt, was 2026 zumindest in Hamburg, Düsseldorf und den B-Städten realistisch ist. Energetisch unsanierte Objekte sind dagegen ein Risiko: Sanierungsbedarf, Mieterhöhungsbremse und Bankenprüfung addieren sich.

Mieten oder kaufen? Eine Faustformel: Liegt der Kaufpreis unter dem 25-fachen der Jahreskaltmiete, lohnt sich der Kauf bei mindestens zehn Jahren Eigennutzung tendenziell. Ab dem 30-fachen kippt die Rechnung Richtung Mieten. Für München (Faktor rund 40) spricht Mieten fast immer, für Leipzig (Faktor rund 22) Kaufen. Hamburg liegt mit Faktor 30 je nach Eigenkapitallage im Grenzbereich.

Häufig gestellte Fragen

Wann sinken die Immobilienpreise in Deutschland?

Eine flächendeckende Preissenkung ist 2026 nicht in Sicht. Die Wohnungsknappheit von rund 800.000 fehlenden Einheiten wirkt als struktureller Preisanker. Sinkende Preise gibt es nur in spezifischen Segmenten: ländliche Regionen ohne wirtschaftliche Anbindung (-5 bis -20 Prozent bis 2035 laut Postbank Wohnatlas) und unsanierte Objekte mit schlechter Energieklasse. Wer auf den Crash wartet, wartet auf etwas, das die Daten nicht hergeben.

Droht eine Immobilienblase 2026?

Nein. Eine Blase entsteht durch spekulative Überbewertung und billige Finanzierung. 2026 finanzieren Käufer zu 3,65 Prozent, also seriös, das durchschnittliche Eigenkapital ist hoch, die Wachstumsraten von 3 Prozent liegen nahe der Inflationsrate. Die Bundesbank hat in ihrem letzten Stabilitätsbericht keine Überbewertungswarnung mehr ausgesprochen.

Mieten oder kaufen 2026?

Das hängt vom Verhältnis Kaufpreis zu Jahreskaltmiete (Kaufpreismultiplikator) ab. Unter 25-fachem Faktor ist Kaufen meist günstiger, über 30-fachem Faktor Mieten. In München liegt der Faktor bei rund 40, in Hamburg bei 30, in Leipzig bei 22. Hinzu kommt die geplante Wohndauer: Unter zehn Jahren rechnet sich Kauf wegen der Nebenkosten meist nicht.

Was ist 2026 der beste Zeitpunkt für den Verkauf?

Frühjahr (März bis Juni) bleibt das stärkste Verkaufsfenster. Käufer planen Umzüge, Banken vergeben aktiver Finanzierungen, das Wetter erleichtert Besichtigungen. In dieser Zeit sind Anfragen pro Inserat am höchsten und Vermarktungsdauern am kürzesten. Wer im Spätherbst listet, kämpft mit grauem Wetter auf den Außenfotos, weniger Besichtigungen und längeren Wartezeiten.

Wie wirkt sich der EU AI Act auf Maklerwerbung aus?

Ab 2. August 2026 müssen KI-bearbeitete oder KI-generierte Bilder kennzeichenbar sein, in der Praxis über C2PA-Metadaten oder eine sichtbare Kennzeichnung. Standardbearbeitungen wie Helligkeit oder Kontrast bleiben ausgenommen. Virtuelles Staging muss vollständig offengelegt werden. Wer KI-Tools einsetzt, sollte prüfen, ob die Metadaten automatisch eingebettet werden. Details in der Checkliste zur KI-Kennzeichnung.

Welche Stadt lohnt sich 2026 am meisten?

Aus reiner Wachstumsperspektive sind Düsseldorf (+2,3 Prozent Q1 2026), Hamburg (+1,3 Prozent), Leipzig (+1,9 Prozent real) und Dresden (+2 bis +4 Prozent) die stärksten Standorte. München und Frankfurt stagnieren auf hohem Niveau, Köln verliert leicht. Wer Wachstum sucht, blickt nach Norden oder in die ostdeutschen B-Städte. Wer Stabilität sucht, bleibt in München oder Stuttgart.

Fazit

2026 ist das Jahr, in dem der deutsche Immobilienmarkt zur Normalität zurückkehrt. Der Markt ist wieder in Bewegung, nach drei Jahren Stillstand. Die Preise steigen moderat, die Zinsen sind kalkulierbar, die Vermarktungsdauer verkürzt sich. Für Makler heißt das: Operative Effizienz und Sichtbarkeit entscheiden mehr als je zuvor. Wer in den ersten 14 Tagen nicht überzeugt, verliert das Listing in die Preissenkungsschleife. Wer beides hat, gute Fotos am Tag des Listings und schnelle Reaktion auf Anfragen, ist 2026 im Vorteil. Der Rest ist Marktbedingung.

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