Immobilienvideo Kosten 2026: Videograf oder KI
Ein Immobilienvideo kostet beim Videografen zwischen 129 € für einen Clip bis 30 Sekunden und 999 € für ein Objektvideo bis 2,5 Minuten. Komplettproduktionen mit Drohne und Innenaufnahmen kosten 1.800 bis 4.500 €. Ein KI-Video aus den Fotos, die Sie ohnehin haben, kostet je nach Anbieter 10,50 bis 150 € pro Objekt. Bei Immopix kostet es 2 Credits pro Foto. Acht Fotos sind 16 Credits, je nach Paket 9,60 € bis 15,98 €.
Preisseiten zeigen davon meist nur die Sekunden. Was am Ende auf der Rechnung steht, entscheiden Länge, Drohne, Anfahrt und die Nutzungsrechte am fertigen Film. Wie so ein Video entsteht und welches Format zu welchem Kanal passt, steht im Beitrag zum Immobilienvideo aus Fotos.
Was kostet ein Immobilienvideo? Alle Wege im Vergleich
Ein Immobilienvideo vom Videografen kostet in Deutschland meist 129 bis 999 € pro Objekt, je nach Länge und Drohneneinsatz. Konzeptfilme und Komplettproduktionen liegen darüber. Ein KI-Video aus vorhandenen Fotos kostet etwa 10 bis 150 € und ist in Minuten bis wenigen Werktagen fertig.
Alle Fremdpreise in der Tabelle sind Listenpreise der verlinkten Anbieterseiten, Stand: 5. September 2026.
| Weg | Preis pro Objekt | Enthalten | Lieferzeit | Passt für |
|---|---|---|---|---|
| Kurzclip vom Videografen | 129 € brutto bis 30 s (Imoodi); ab 199 €, aber nur zusammen mit einem Foto-Shooting (Offenblende) | Schnitt, Logo, Musik, eine Korrekturschleife | etwa 3 Tage | Social-Clip zum Objekt |
| Objektvideo vom Videografen | 499 € bis 45 s, 699 € mit Drohne bis 1,5 Min, 999 € bis 2,5 Min, jeweils zzgl. Anfahrt und USt. (Immography) | Innenaufnahmen, Logo, lizenzierte Musik, ab der mittleren Stufe Drohne und 4K | nach Drehtermin | Objekte mit passendem Budget |
| Drehtag Foto und Video | 1.000 € netto für bis zu 3 Stunden vor Ort (foto-video-immobilien); 1.250 € netto im Standardpaket (MyImmoFilm) | Fotos und Video, Schnitt bis 3 Min, Musiklizenz, Logo | 5 Werktage | Fotos und Film in einem Termin |
| Drohnen-Zusatz | 199 € Aufschlag auf das Video (Offenblende) | Luftaufnahmen zum Bodendreh | mit dem Drehtermin | Grundstück, Lage, Umgebung |
| Reel-Agentur | 250 bis 400 € pro Reel nach Agenturangaben (monkeyreels, real-studio) | Konzept, Schnitt, Formate für Social | nach Absprache | laufende Social-Produktion |
| KI-Dienst mit Bearbeitung | 99 € zzgl. MwSt. (Raumblick360), 99 € exkl. MwSt. (Haustour), 99 € pro Video (ki-videomakler), ab 139 € (MaklerClips), 149 € (Vivemo), ab 150 € netto (VI-DEUS) | Video aus Ihren Fotos, teils mit Sprecherstimme | 24 Stunden bis 3 Werktage | wenige Objekte im Jahr |
| KI-Tool zur Selbstbedienung | 99,99 €/Monat für 5 Videos (Storyrooms); 29 €/Monat, 5 Credits je animiertem Foto (Pedra); 29 € einmalig pro Inserat im Bundle (ImmoStage) | Vorlagen, Musik, Logo | Minuten | Objekte in Serie |
| Immopix | 2 Credits pro Foto aus dem Pack-Guthaben; 8 Fotos sind 16 Credits, also 9,60 € bis 15,98 € | 1080p in 16:9 oder 9:16, Titel, Logo, Kontakt-Abspann, lizenzierte Musik | wenige Minuten | Alltagsobjekte in Serie |
Die Anbieter rechnen unterschiedlich, also lesen Sie die Spalte genau. Imoodi nennt Bruttopreise mit 19 % Umsatzsteuer. Immography und foto-video-immobilien nennen Nettopreise, bei Immography kommt die Anfahrt obendrauf. Immopix-Preise sind Endpreise nach § 19 UStG. Bei ImmoScout24 kostet der Upload nichts extra: Das Portal nennt im Anwender-Handbuch keinen Aufpreis und erlaubt ein abspielbares Video pro Exposé mit bis zu 1 GB.
Was kostet ein Videograf für ein Immobilienvideo?
Beim Videografen bezahlen Sie Sekunden und die Drohne. Imoodi staffelt genau danach: 129 € für bis zu 30 Sekunden, 389 € für bis zu 90 Sekunden vom Boden, 449 € für die Drohnenfassung und 649 € für beides, alles brutto. Immography nimmt für vergleichbare Stufen 499, 699 und 999 € netto, und erst die mittlere Stufe enthält Außenaufnahmen und Drohne. Different Vision berechnet für ein Reel von 30 Sekunden mit Drohne und Gimbal 560 € netto. Wer Fotos und Video an einem Termin will, zahlt bei foto-video-immobilien 1.000 € netto für bis zu drei Stunden vor Ort und 59 € netto für jede weitere halbe Stunde.
Wie viel davon angemessen ist, hängt am Objektwert. Immowelt Impuls empfiehlt für professionelle Objektvideos mindestens 1.000 € ab einem Objektwert von 500.000 €, 2.000 bis 3.500 € ab einer Million und 5.000 bis 10.000 € ab drei Millionen. Das ist eine Empfehlung der Fachpresse, keine Preisliste. Die Marktangebote oben liegen deutlich darunter.
Gegen die Provision gerechnet wird die Größenordnung greifbar. Die Maklerprovision liegt je nach Bundesland bei 5,95 bis 7,14 % inklusive Umsatzsteuer, und seit den §§ 656c und 656d BGB trägt der Verkäufer mindestens die Hälfte. Bei 500.000 € Kaufpreis und 7,14 % sind das 35.700 €, also 17.850 € je Seite. Ein Basisvideo für 499 € macht davon rund 2,8 % aus. Steht ohnehin ein Foto-Shooting an, rechnen Sie beide Posten zusammen. Die Preisbänder dafür stehen im Beitrag zu den Kosten der Immobilienfotografie.
Die versteckten Kosten beim Videografen
Der Paketpreis ist selten der Rechnungsbetrag. Die folgenden Posten kommen regelmäßig dazu, und der letzte entsteht daraus, dass Objekte länger am Markt bleiben, als der Vertrag annimmt.
Anfahrt und Reisezeit. Üblich sind 0,50 bis 0,80 € je Entfernungskilometer. ImmoFotografX berechnet 0,80 € ab dem 16. Kilometer, Thomas Berberich nennt in den AGB 0,50 €/km, und Bilderburg kombiniert 0,50 €/km mit einer Pauschale von 60 € unter 50 km und rechnet Reisezeit bis vier Stunden als halbes Tageshonorar. Bei 60 Kilometern Entfernung sind das nach der ImmoFotografX-Regel 36 € pro Termin.
Nutzungsrechte. Was Sie mit dem Film machen dürfen, steht nicht im Preis, sondern im Vertrag. § 31 UrhG unterscheidet das einfache vom ausschließlichen Nutzungsrecht, und nach der Zweckübertragungslehre bleibt beim Produzenten, was nicht ausdrücklich eingeräumt wurde. Die AGB der Branche zeigen die ganze Bandbreite. pix.immo räumt ein einfaches Nutzungsrecht zur einmaligen Verwendung ein und verlangt für exklusive Rechte mindestens 100 % Aufschlag. Hannover Videoproduktion lizenziert in der Regel für das erste Jahr nach Rechnungsstellung, schließt Werbekampagnen aus und bewahrt das Rohmaterial nur sechs Monate auf. Berberich behält sich vor, dieselben Aufnahmen auch an andere Kunden zu lizenzieren. Es geht auch großzügiger, ImmoFotografX gibt die Rechte für Portale und Social Media gebündelt mit. Halten Sie deshalb schriftlich fest, wo das Video wie lange laufen darf und ob Sie es selbst nachschneiden dürfen.
Korrekturschleifen. Ein bis zwei Runden sind üblich, danach wird abgerechnet. CoLab Film nennt in den AGB zwei enthaltene Schleifen und 350 € netto für jede weitere. Schon ein geänderter Preis im Titel kann eine solche Runde auslösen.
Wetter und Storno. In den AGB, die wir geprüft haben, tragen Sie das Wetterrisiko, eine Verschiebung wegen Regen wird nicht vergütet. Sagen dagegen Sie ab, greifen Staffeln. Hannover Videoproduktion berechnet 30 % bei weniger als zehn Werktagen Vorlauf, 60 % unter sieben und 100 % unter vier Werktagen, dazu bis zu 250 € Konventionalstrafe. Bei Bilderburg sind ab 24 Stunden vorher 100 % fällig.
Extras. MyImmoFilm listet den Sprecher mit 99 €, GEMA-freie Musik mit 39 €, den Grundriss mit 29 € und den Portal-Upload mit 25 € je Portal. Die Vorbereitung des Objekts ist bei keinem der verglichenen Anbieter enthalten. Die Bänder dafür stehen in unserer Übersicht zu den Home-Staging-Kosten.
Die Vermarktungsdauer. Ein Video, das für vier Wochen kalkuliert ist, muss meist länger halten. Das GREIX-Team am IfW Kiel weist für das erste Quartal 2026 eine durchschnittliche Vermarktungsdauer von 90 Tagen für Eigentumswohnungen und 91 Tagen für Einfamilienhäuser aus. In dieser Zeit senken viele Verkäufer den Preis und stellen das Inserat neu ein, und der alte Schnitt passt nicht mehr. Läuft die Lizenz nach einem Jahr aus oder ist das Rohmaterial nach sechs Monaten gelöscht, zahlen Sie das Video ein zweites Mal.
Was kostet ein Drohnenvideo?
Drohnenaufnahmen kosten als Zusatz zum Videodreh 199 bis 1.000 €. Offenblende verlangt 199 € Aufschlag, Imoodi ruft für die Drohnenfassung 449 € brutto auf, und Rislinger nennt für die Drohne innerhalb einer größeren Produktion 500 bis 1.000 €.
Selbst fliegen ist nur auf den ersten Blick billiger. Die Betreiberregistrierung beim Luftfahrt-Bundesamt kostet 20 € für natürliche und 50 € für juristische Personen und ist wegen der Kamera auch unter 250 Gramm Pflicht. Der EU-Kompetenznachweis A1/A3 kostet 25 € und gilt fünf Jahre. Die gewerbliche Haftpflicht ist vorgeschrieben und liegt 2026 bei 119 bis 268 € im Jahr, die private Police deckt gewerbliche Flüge nicht. Entscheidend ist § 21h LuftVO: Über ein Wohngrundstück dürfen Sie nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Eigentümers fliegen, und eine Kameradrohne fällt nie unter die Ausnahme für Kleinstdrohnen. Das gilt für das Nachbargrundstück genauso. Das Amtsgericht Potsdam verurteilte einen Piloten, der über den Nachbargarten geflogen war, zur Unterlassung und zu 461 € Abmahnkosten.
Was kostet ein KI-Video aus Fotos?
Ein KI-Video aus vorhandenen Fotos gibt es in zwei Modellen: als betreute Dienstleistung für 99 bis 150 € pro Objekt oder als Werkzeug zur Selbstbedienung im Abo oder nach Guthaben. Der Unterschied liegt darin, wer die Arbeit macht.
Bei den betreuten Diensten laden Sie Fotos und Objektdaten hoch und bekommen den fertigen Clip zurück. Raumblick360, Haustour und ki-videomakler liegen alle drei bei 99 € für ein Einzelvideo. MaklerClips beginnt bei 139 € für einen Clip aus 8 bis 14 Bildern, Vivemo verlangt 149 € für bis zu 15 Bilder, VI-DEUS ab 150 € netto. Die Lieferzeiten reichen von 24 Stunden bis drei Werktage, manche legen eine synthetische Sprecherstimme dazu.
Die Selbstbedienung rechnet anders. Storyrooms wirbt mit 10,50 € pro Video, im Basic-Abo sind es 99,99 € im Monat für fünf Videos, bei voller Ausnutzung also 20 € je Video. Pedra kostet 29 € im Monat für 100 Credits, ein KI-animiertes Foto verbraucht davon fünf. ImmoStage verkauft für 29 € ein Bündel pro Inserat, in dem das Video neben Staging-Bildern und Exposé steckt. Im Abo zahlen Sie auch die Monate mit, in denen kein Objekt ansteht.
Immopix rechnet pro Foto ab, ohne Abo. Ein Video kostet 2 Credits je Foto aus Ihrem Pack-Guthaben.
| Credit-Paket | Preis | Video aus 8 Fotos (16 Credits) |
|---|---|---|
| 10er-Paket | 9,99 € | 15,98 € |
| 50er-Paket | 39,99 € | 12,80 € |
| 150er-Paket | 99,99 € | 10,67 € |
| 500er-Paket | 299,99 € | 9,60 € |
Das sind Endpreise, nach § 19 UStG kommt keine Umsatzsteuer dazu. Die drei Gratis-Bearbeitungen aus dem Test-Guthaben zahlen kein Video, dafür brauchen Sie ein gekauftes Paket. Schlägt ein Video fehl, buchen wir die Credits vollständig zurück.
Immopix animiert jedes Foto einzeln mit einer ruhigen Kamerafahrt, verbindet die Aufnahmen mit weichen Blenden und setzt Titel, Logo und Kontakt-Abspann darüber. Jedes Bild bewegt sich, statt nur zu wechseln. Acht Fotos ergeben etwa 40 Sekunden. Es entsteht kein Rundgang, keine erfundene Verbindung zwischen Räumen, keine Drohnenperspektive und keine Sprecherstimme. Die einzelnen Schritte stehen in der Anleitung zum Immobilienvideo, die Ausstattung auf der Service-Seite. Was generative KI dabei tut, erklärt das Glossar.
Die Musik ist mitlizenziert. Sie dürfen die Videos auf Ihrer Website, in Portalen, auf YouTube und in sozialen Netzwerken zeigen, auch in Online-Werbung. Nicht abgedeckt sind TV und Radio, DVDs, das Remixen der Titel und die Anmeldung bei Content ID. Eine Befristung auf ein Jahr gibt es nicht.
Selbst drehen: Was kostet die eigene Zeit?
Selbst gedreht kostet ein Immobilienvideo kein Honorar, aber einen halben bis ganzen Arbeitstag. Eine geübte Maklerin kommt bei Immowelt Impuls auf rund drei Stunden für Konzept, Dreh und Schnitt. Citak Immobilien rechnet mit zwei bis drei Stunden per Smartphone und sechs bis acht Stunden mit Kamera und Schnitt, aufwendige Produktionen mit 13 bis 18 Stunden. Dazu kommt das Abo fürs Schnittprogramm, je nach Tarif.
Beim Eigenbau ist die Musik der Punkt, an dem es rechtlich teuer wird. Die Bibliotheken von Instagram und TikTok gelten nur für private Nutzung, und die geschäftlichen Alternativen sind an die Plattform gebunden. Die TikTok Commercial Music Library erlaubt keine kommerzielle Nutzung außerhalb von TikTok, die Meta Sound Collection gilt nur innerhalb der Meta-Produkte. Ein Titel aus dem Reel darf also weder auf Ihre Website noch ins Portal. Die GEMA hilft hier nicht weiter, sie schreibt selbst, dass sie Herstellungsrechte im Werbebereich nicht wahrnimmt. Was ein Fehler kostet, zeigen Abmahnungen gegen Unternehmen über 5.496,46 € und 10.214,99 €.
Was kosten 20 Objekte im Jahr?
Über ein Jahr gerechnet trennen sich die Wege deutlich. Die Tabelle rechnet jeden Weg mit einem typischen Listenpreis von oben hoch, ohne Anfahrt, Zusatzschleifen und Drohne.
| Objekte im Jahr | Videograf (499 € netto) | Reel-Agentur (250 €) | KI-Dienst (99 €) | Immopix (16 Credits, 150er-Paket) |
|---|---|---|---|---|
| 10 | 4.990 € | 2.500 € | 990 € | 106,70 € |
| 20 | 9.980 € | 5.000 € | 1.980 € | 213,40 € |
| 40 | 19.960 € | 10.000 € | 3.960 € | 426,80 € |
Im 500er-Paket sinkt die Immopix-Zeile auf 96 €, 192 € und 384 €. Die Zahlen beantworten nur die Budgetfrage. Ein Penthouse mit Blick und Grundstück trägt den Drehtag mit Drohne, gemessen an der Provisionsseite fällt der Betrag kaum auf. Für die Standardwohnungen daneben zählt der Preis pro Objekt, und dafür reicht ein Clip aus den Fotos, die fürs Inserat ohnehin bearbeitet werden. Wie sich die Bildbearbeitung selbst rechnet, steht im Kostenvergleich für die Bildbearbeitung.
Wer zahlt das Video: Makler oder Eigentümer?
Zunächst zahlt der Makler, und für ihn ist das Video eine sofort abziehbare Betriebsausgabe. Haufe ordnet Werbeaufwand einschließlich der Kosten für Filmaufnahmen und technische Bearbeitung ohne Einschränkung dort ein. Die Vorsteuer ziehen Sie ab, sofern Sie nicht Kleinunternehmer sind.
Beim Eigentümer wird es enger. Nach § 652 Abs. 2 BGB sind Aufwendungen nur zu ersetzen, wenn es vereinbart ist, und die Vereinbarung muss individuell ausgehandelt sein. Das OLG Frankfurt erklärte eine Klausel mit anteiligen Bürokosten für unwirksam, der Eigentümer bekam 6.282,51 € zurück. Ersatzfähig ist nur konkret entstandener Aufwand. Eine Fremdrechnung für ein bestimmtes Objekt passt dort hinein, eine Pauschale in den AGB nicht. Dem Verbraucher auf der Käuferseite dürfen Sie solche Kosten nicht auferlegen. Der BGH erklärte die vollständige Abwälzung der Provision auf Käufer für unwirksam, ohne Rettung durch Teilwirksamkeit. Ob eine separate Vermarktungskostenvereinbarung diese Grenze übersteht, ist unseres Wissens nicht entschieden. Lassen Sie eine solche Klausel anwaltlich prüfen und die Steuerfragen von Ihrem Steuerberater.
Kostet die KI-Kennzeichnung etwas?
Für die Kennzeichnung eines KI-Videos zahlen Sie keine Gebühr. Sie kostet Aufmerksamkeit bei jeder Veröffentlichung. Seit dem 2. August 2026 gilt Artikel 50 des EU AI Act, und die Pflicht trifft den, der das Video veröffentlicht. Die EU-Kommission stellt in ihren FAQ klar, dass sich Anwender nicht allein auf maschinenlesbare Markierungen verlassen dürfen und die Offenlegung ohne technische Hilfsmittel wahrnehmbar sein muss. Die Wettbewerbszentrale sagt es in ihrem Leitfaden direkt: Verantwortlich sind Sie, nicht die Plattform.
Reichweite kostet die Angabe nach heutiger Datenlage wenig. YouTube schreibt, die Offenlegung begrenze das Publikum eines Videos nicht, TikTok sagt dasselbe. Eine Auswertung von über einer Million TikTok-Beiträgen im Journal of Consumer Research findet allerdings rund 7 bis 8 % weniger Likes bei gekennzeichneten Inhalten. Immopix legt jedem Export Herkunftsdaten nach dem C2PA-Standard bei und blendet im Abspann standardmäßig den Hinweis „Mit KI aus Originalfotos animiert“ ein. Die Pflicht nach Artikel 50 bleibt trotzdem bei Ihnen. Welche Kennzeichnung wann nötig ist, steht im Leitfaden zur KI-Kennzeichnungspflicht.
Häufige Fragen
Was kostet ein Immobilienvideo aus Fotos?
Betreute Dienste verlangen 99 bis 150 € pro Objekt, Werkzeuge zur Selbstbedienung rechnen im Abo ab 29 € im Monat oder nach Guthaben ab. Bei Immopix kostet ein Video 2 Credits je Foto, ein Clip aus acht Fotos also 16 Credits und damit 9,60 € bis 15,98 €, je nach gekauftem Paket.
Lohnt sich ein Immobilienvideo für Makler?
Belastbar ist die Nachfrageseite. In der Bitkom-Befragung von 2021 wünschten sich 28 % der Suchenden Videos der Wohnung oder des Hauses. 2025 suchten 87 % digital, aber nur 12 % über Social-Media-Beiträge. Makler stecken laut ImmoScout24 und Propstack 79 % ihres Marketingbudgets in digitale Kanäle. Eine belastbare deutsche Zahl dazu, wie viele Anfragen ein Video zusätzlich bringt, haben wir nicht gefunden.
Bei welchen Objekten lohnt sich ein Videograf?
Ein Videograf lohnt sich bei Objekten, deren Wert den Aufwand trägt und die etwas zu zeigen haben, was Fotos nicht transportieren: Grundstück, Lage, Ausblick, besondere Architektur. Immowelt Impuls setzt die Schwelle bei einem Objektwert ab 500.000 €. Für Standardwohnungen in Serie rechnet sich der Drehtag in der Regel nicht.
Brauche ich Drohnenaufnahmen für mein Immobilienvideo?
Drohnenaufnahmen lohnen sich, wenn Grundstück, Umgebung oder Dachlandschaft zur Kaufentscheidung beitragen. Bei einer Etagenwohnung tun sie das selten. Als Zusatz kosten sie 199 bis 1.000 €. Planen Sie außerdem Zeit für die Zustimmung ein, denn der Überflug eines Wohngrundstücks braucht das ausdrückliche Einverständnis des Eigentümers.
Ist die Musiklizenz im Preis enthalten?
Bei den meisten Anbietern ja, beim eigenen Schnitt fast nie. Videografen liefern in der Regel lizenzierte oder GEMA-freie Musik mit, MyImmoFilm weist sie mit 39 € separat aus. In Immopix-Videos steckt lizenzierte Stock-Musik, deren Nutzungsrecht Website, Portale, YouTube, Social Media und Online-Werbung abdeckt.
Kann ich die Videokosten dem Eigentümer in Rechnung stellen?
Nur mit einer individuell ausgehandelten Vereinbarung und nur für Kosten, die konkret diesem Objekt zuzuordnen sind. Praktisch heißt das: die Fremdrechnung des Videografen als Beleg zum Objekt, keine Pauschale in den AGB, und auf der Käuferseite gar nicht. Lassen Sie die Formulierung anwaltlich prüfen, bevor sie in den Maklervertrag kommt.
Video für das nächste Objekt
Wie ein Clip aus Ihren Fotos aussieht, probieren Sie am besten an einem laufenden Objekt aus. Nach der Registrierung sind drei Fotobearbeitungen gratis. Für das erste Video brauchen Sie ein Credit-Paket, weil Videos aus gekauftem Guthaben bezahlt werden. Welches Paket zu Ihrer Objektzahl passt, sehen Sie auf der Preisübersicht.