Immobilienvideo aus Fotos erstellen
Ein Immobilienvideo erstellen Sie heute aus den Fotos, die Sie schon haben. Drei bis zwanzig bearbeitete Objektfotos genügen für einen kurzen Clip mit Titel, Logo, Kontakt-Abspann und Musik. Einen Drehtag mit Videograf oder ein Schnittprogramm brauchen Sie dafür nicht.
Portale und Social Media spielen Video prominent aus, doch der Aufwand hat viele Büros bisher abgeschreckt. Ein Drehtag mit Videograf kostet schnell 1.000 Euro und mehr, und auch im Eigenbau sind drei Stunden Arbeit pro Video normal. Die Makler von Block & Klippel berichten, dass sie nach einem Jahr konsequenter Video-Arbeit von 800 auf 5.500 Follower gewachsen sind und inzwischen jede zweite bis dritte Immobilie über Social Media ins Gespräch kommt (Immowelt Impuls). Der Aufwand pro Video lag bei ihnen bei rund drei Stunden für Konzept, Dreh und Schnitt. Diese Stunden fallen weg, wenn das Video aus vorhandenen Fotos entsteht.
Was braucht ein gutes Objektvideo?
Für ein gutes Objektvideo zählt die Qualität der Fotos mehr als ihre Anzahl. Drei Fotos sind das Minimum für einen sauberen Clip, acht bis zehn ergeben je nach Tempo 30 bis 50 Sekunden. Mehr als fünfzehn Fotos machen den Clip lang, ohne mehr zu verkaufen, denn Käufer entscheiden in den ersten Sekunden, ob sie dranbleiben. Als Faustregel wirken acht starke Aufnahmen meistens besser als zwanzig mittelmäßige.
Jedes Foto steht mehrere Sekunden vollflächig im Bild. Was im Exposé als kleines Vorschaubild durchgeht, wird im Video auf voller Fläche deutlich sichtbarer. Dunkle Innenaufnahmen, grauer Himmel und störende Objekte fallen im Bewegtbild stärker auf als in der Galerie. Scharfe, helle Aufnahmen mit geraden Linien sind deshalb Pflicht. Bereiten Sie die Fotos zuerst auf und bauen Sie das Video danach.
Beginnen Sie mit der stärksten Außenaufnahme. Danach führen Sie Raum für Raum durchs Objekt und schließen mit einem zweiten Blickfang, etwa der Terrasse oder dem Ausblick. Grundrisse gehören nicht in die Bildstrecke, weil sie den Fluss unterbrechen und sich im Video schlecht lesen.
Für Personen im Bild gilt dieselbe Regel wie im Foto-Inserat. Zeigen Sie keine erkennbaren Mieter, Passanten oder Nachbarn ohne deren Einwilligung.
Die drei Wege zum Immobilienvideo
Für ein Immobilienvideo gibt es drei Wege. Sie beauftragen einen Videografen, Sie schneiden selbst, oder Sie lassen das Video per KI aus Ihren Fotos erzeugen.
| Weg | Aufwand | Kontrolle | Passt für |
|---|---|---|---|
| Videograf | Briefing, Termin, Abnahme; Dreh plus Schnitt dauern Tage | Höchste: Drohne, Sprecher, Konzeptfilm | Premium-Objekte mit entsprechendem Budget |
| Selbst schneiden (CapCut, Canva, Adobe Express) | Mehrere Stunden pro Video für Schnitt, Übergänge, Musiksuche und Formatanpassung | Voll, aber Handarbeit bei jedem Clip | Makler mit Zeit, Lust auf Schnitt und wenigen Objekten |
| KI aus Fotos (Tools und Dienste) | Minuten: Fotos wählen, Gestaltung festlegen, exportieren | Format, Titel, Logo, Musik aus Vorlagen; kein freier Dreh | Standard-Objekte in Serie, Social Clips, Portal-Videos |
Der Videograf lohnt sich, wenn das Objekt den Aufwand trägt und Sie Drohnenbilder oder einen Konzeptfilm brauchen. Selbst schneiden lohnt sich, wenn Sie gern schneiden und die Zeit dafür haben. Für die übrigen Objekte, also den Alltag in den meisten Büros, bleibt der dritte Weg mit den Fotos, die fürs Inserat ohnehin vorliegen.
Die Preise liegen weit auseinander: Ein Kurzclip vom Videografen beginnt bei gut 100 €, ein Objektvideo mit Drohne kostet mehrere hundert Euro, ein KI-Video aus Fotos gibt es für einen zweistelligen Betrag. Bei Immopix zahlen Sie 2 Credits pro Foto aus dem Pack-Guthaben, bei 8 Fotos also 16 Credits. Was die einzelnen Anbieter am 5. September 2026 verlangt haben, welche Nebenkosten auf der Rechnung des Videografen stehen und was 20 Objekte im Jahr auf jedem Weg kosten, steht im Beitrag zu den Kosten eines Immobilienvideos.
Hinter ähnlichen Versprechen stecken bei den KI-Anbietern verschiedene Produkte. Manche liefern das Video als Dienstleistung mit Bearbeitung innerhalb von ein bis drei Werktagen, teils mit KI-Sprecher oder Avatar. Andere sind Werkzeuge zur Selbstbedienung, die per Abo oder Guthaben abrechnen und das Video in Minuten ausgeben. Fragen Sie vor der Entscheidung, wie viele Fotos ins Video passen, ob Hoch- und Querformat enthalten sind, ob die Musik lizenziert ist und was ein zweiter Durchlauf kostet.
So entsteht das Video aus Ihren Fotos
Bei den meisten Foto-zu-Video-Diensten dauert der Ablauf nur wenige Minuten. Bei Immopix öffnen Sie Ihr Objekt und wechseln in den Videos-Bereich. Immopix schlägt passende Fotos vor, beginnend mit dem Titelbild, und Sie passen Auswahl und Reihenfolge per Klick und Ziehen an. Unter Gestaltung legen Sie Format (16:9 oder 9:16), Titel und Untertitel, Logo-Position, Abschlusskarte mit Kontaktdaten und Musik fest. Dann erstellen Sie das Video und laden es als MP4 herunter. Die einzelnen Schritte mit Screenshots stehen in unserer Anleitung zum Immobilienvideo.
Pro Foto entsteht eine ruhige Kamerafahrt, weiche Blenden verbinden die Aufnahmen. Bei acht Fotos dauert der Full-HD-Clip etwa 40 Sekunden, die Erstellung selbst wenige Minuten. Alle Videos bleiben beim Objekt gespeichert. Was Immopix an Formaten, Branding und Musik liefert, steht auf der Service-Seite zum Immobilienvideo.
Das Video ist kein Rundgang. Die Kamera geht nicht durch Türen, und sie erfindet keine Verbindungen zwischen Räumen, die es nicht gibt. Sie sehen einzeln animierte Aufnahmen Ihrer echten Fotos. Diese Grenze ist Absicht, denn ein synthetischer Rundgang zeigt Wege, die der Käufer bei der Besichtigung nicht findet, und dort beginnt die Irreführung. Wenn ein Anbieter Ihnen eine „KI-Begehung“ aus Fotos verspricht, fragen Sie nach, was zwischen den Räumen zu sehen ist.
Welches Format für welchen Kanal?
Fürs Portal-Inserat brauchen Sie Querformat 16:9, für Reels und TikTok Hochformat 9:16. Beide Fassungen entstehen aus denselben Fotos, ein zweiter Dreh entfällt.
| Kanal | Format | Länge als Orientierung | Hinweis |
|---|---|---|---|
| ImmoScout24-Inserat | Quer 16:9 | 30 bis 60 Sekunden | Ein Video pro Inserat, maximal 1 GB; erscheint in Galerie und Exposé |
| Immowelt-Inserat | Quer 16:9 | 30 bis 60 Sekunden | Einbindung per YouTube-Slot; 25 Bilder plus 1 Video pro Anzeige |
| Instagram Reels, TikTok | Hoch 9:16 | 15 bis 30 Sekunden | Untertitel einplanen, weil viele ohne Ton schauen; stärkstes Bild in den ersten 3 Sekunden |
| Website, Exposé-PDF-Link | Quer 16:9 | 30 bis 60 Sekunden | Läuft auch stumm im Loop auf der Objektseite |
Recht: Kennzeichnung und Musik
Vor der Veröffentlichung sollten Sie zwei Pflichten kennen, die Kennzeichnung und die Musikrechte.
Seit dem 2. August 2026 gilt Artikel 50 des EU AI Act unmittelbar. Wer ein KI-manipuliertes Video veröffentlicht, muss dessen künstliche Herkunft sichtbar offenlegen. Die Pflicht liegt bei Ihnen als veröffentlichendem Makler, der Hersteller des Werkzeugs nimmt sie Ihnen nicht ab. Metadaten in der Datei genügen dafür nicht. Immopix legt jeder Videodatei Herkunftsinformationen nach dem C2PA-Standard bei und zeigt auf der Abschlusskarte zusätzlich den Hinweis „Mit KI aus Originalfotos animiert“ (standardmäßig aktiv). Wenn Sie Karte oder Hinweis ausschalten, prüfen Sie, welche sichtbare Kennzeichnung Ihr Veröffentlichungskontext verlangt. Die ausführlichen Regeln mit Entscheidungstabelle stehen in unserem Leitfaden zur KI-Kennzeichnungspflicht. Für virtuell möblierte Szenen gilt zusätzlich die Staging-Kennzeichnung (Leitfaden).
Für die Musik brauchen Sie eigene Rechte. Die Plattform-Lizenz von Instagram oder TikTok deckt die private Nutzung ab, für Ihre gewerbliche Nutzung als Makler gilt sie nicht. Wer Chartmusik unter einen Objekt-Clip legt, braucht die Rechte dafür separat. Sicher sind Sie mit Musik, die der Anbieter lizenziert beilegt. In Immopix-Videos steckt lizenzierte Stock-Musik, drei Stimmungen zur Wahl oder ganz ohne Ton, deren Nutzungsrecht im Produkt enthalten ist.
Häufige Fragen
Reichen normale Exposéfotos für ein Video?
Ja, wenn sie scharf und hell sind. Das Video animiert Ihre vorhandenen Aufnahmen und erfindet keine Details dazu. Schwache Fotos werden im Großformat des Videos sichtbarer, nicht besser.
Funktioniert das auch bei normalen Wohnungen oder nur bei Luxus-Objekten?
Gerade bei Standard-Objekten rechnet es sich, weil sich dort ein Videograf selten lohnt. Drei gute Fotos einer Zweizimmerwohnung ergeben einen ehrlichen 15-Sekunden-Clip für Instagram und TikTok.
Wie lang sollte ein Immobilienvideo sein?
Für Social Clips reichen 15 bis 30 Sekunden, fürs Portal-Inserat 30 bis 60. Bei längeren Objektfilmen steigen die Zuschauer meist früh aus, wenn die ersten zehn Sekunden nicht überzeugen.
Muss ich ein KI-erstelltes Video kennzeichnen?
Ja, in der Regel. Artikel 50 des EU AI Act verlangt seit August 2026 eine sichtbare Offenlegung beim Veröffentlichen KI-manipulierter Videos, Metadaten allein genügen dafür nicht. Welcher Hinweis wann nötig ist, steht im Kennzeichnungs-Leitfaden.
Darf ich das Video mit Musik auf Instagram posten?
Nur mit Musik, deren gewerbliche Nutzung abgedeckt ist. Die Plattform-Lizenz von Instagram gilt für private Profile und deckt Ihre Makler-Nutzung nicht ab.
Was kostet ein Video aus meinen Fotos bei Immopix?
2 Credits pro Foto aus Ihrem Pack-Guthaben, bei 8 Fotos also 16 Credits. Die kostenlosen Test-Credits gelten nur für Fotobearbeitungen, für Videos brauchen Sie gekauftes Guthaben.
Video für Ihr nächstes Objekt
Wer seine Bilder ohnehin fürs Inserat optimiert, hat die Vorarbeit fürs Video schon erledigt und braucht danach nur noch ein paar Minuten. Probieren Sie es beim nächsten Objekt aus. Registrieren Sie sich kostenlos, drei Fotobearbeitungen sind gratis und ohne Kreditkarte. Für das erste Video brauchen Sie danach ein Credit-Paket.